Gleichberechtigung

Es gibt immer noch kein ausgeglichenes und gerechtes Verhältnis zwischen den Geschlechtern. Nach wie vor beeinflussen die traditionellen Rollenklischees das Leben von Frauen und Männern, beeinträchtigen ihre Lebensqualität und Chancen in der beruflichen und sozialen Entwicklung. Patriarchale Strukturen durchziehen nach wie vor alle gesellschaftlichen Bereiche. Frauen erbringen mehr als die Hälfte aller Arbeit in der Gesellschaft, insbesondere nicht entlohnte Haus-, Pflege- und Reproduktionsarbeit, aber ihre Arbeit wird weniger anerkannt, und sie werden im Bereich der Erwerbsarbeit immer noch wesentlich geringer entlohnt als die männlichen Kollegen. Entsprechend niedriger fallen ihre Sozialleistungsansprüche aus. Insbesondere die Arbeitsbedingungen, die schlechtere Bezahlung und lange Arbeitszeiten benachteiligen Frauen und verfestigen das traditionelle Geschlechterverhältnis. Folge ist, dass Frauen häufig ihre Existenz nicht selbst sichern können. Ökonomische Abhängigkeiten begünstigen auch das Entstehen von Gewaltverhältnissen.

Wir in der LINKEN Münster treten Sexismus entschieden entgegen und arbeiten intensiv an feministischer Politik. Wir wollen vor allem deutlich machen, wie Kapitalismus und Patriarchat sich gegenseitig stützen, denn die kostengünstige Reproduktionsarbeit wird überwiegend von Frauen verrichtet und ist unentbehrlich für die Profitmaximierung des Kapitals. Patriarchale Strukturen müssen auch in der Linkspartei abgebaut werden. Im Kreisverband Münster gibt es das autonome Frauenplenum, welches Frauen einen geschützten Rahmen bietet. Hier wird feministische Politik gemacht, Aktionen geplant und theoretisch zu der Thematik gearbeitet. Wir fordern die selbstbestimmte Verfügung der Frau über ihre Lebensweise, ihren Körper und ihre Sexualität. Dazu zählt vor allem auch die Selbstbestimmung über die reproduktiven Rechte. Wir treten für eine Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen ein, was wir in Münster vor Ort auch deutlich machen. Dieses Jahr konnten wir in einem Bündnis das erste Mal einen großen Gegenprotest zu dem Marsch der Abtreibungsgegner*innen organisieren.

„Es gibt keine Befreiung der Menschheit ohne die soziale Unabhängigkeit und Gleichstellung der Geschlechter“ (August Bebel)

Quellen:
Ziele und Grundsätze von LISA
Programm der LINKEN

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