Die Linke Münster setzt sich für ein längst überfälliges Böllerverbot ein – zum Schutz von Tier, Mensch und Umwelt
Die Debatte um ein Böllerverbot an Silvester ist auch in diesem Jahr wieder präsent. Für Die Linke Münster ist klar: Wir fordern das längst überfällige Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk – zum Schutz von Tier, Mensch und Umwelt. Hunderte Verletzte, überlastete Einsatzkräfte und Krankenhauspersonal, massive Umweltbelastungen sowie traumatische Erlebnisse für Tiere dürfen nicht Jahr für Jahr hingenommen werden. Während andere feiern, arbeiten Pflegekräfte – überwiegend FLINTA-Personen – unter extremem Druck, mit Überstunden und Personalmangel. „Für Tiere ist Silvester keine Feier, sondern eine Nacht der Panik. Der Lärm und die Explosionen bedeuten massiven Stress, versetzen Tiere in Angstzustände, gefährden sie und gleichen für sie kriegsähnlichen Zuständen“, erklärt Leonid Ormeloh, tierrechtspolitischer Sprecher der Linken Münster. „Hinzu kommt, dass der durch das Feuerwerk verursachte Müll oft noch Tage nach Neujahr in der Natur liegt und von Tieren als Futter wahrgenommen wird – mit teils tödlichen Folgen.“
Auch aus umwelt- und klimapolitischer Sicht ist privates Feuerwerk nicht vertretbar. Laut Umweltbundesamt wird in der Zeit zwischen 22:00 Uhr am 31.12. und 02:00 Uhr am 01.01. so viel Feinstaub in die Atmosphäre getragen wie an mehr als drei durchschnittlichen Tagen im Jahr – ein klimapolitischer Skandal. „Silvester kostet jedes Jahr Menschenleben – und für viele FLINTA-Personen bedeutet diese Nacht zusätzlich Angst, Übergriffe und fehlenden Schutz. Das darf nicht hingenommen werden. Gewalt gegen FLINTA-Personen ist kein Randphänomen, sondern Ausdruck patriarchaler Strukturen, die sich in der Silvesternacht besonders zuspitzen“, betont Katja Martinewski, FLINTA-politische Sprecherin der Linken Münster.
Für uns ist klar: Die Silvesternacht repräsentiert wie kaum ein anderer Zeitpunkt im Jahr das patriarchale und speziesistische System, das Tier, Mensch und Umwelt gefährdet und unterdrückt. Statt rücksichtsloser Böllerei stehen wir für ein solidarisches Miteinander – ohne Gewalt, exzessiven Alkoholkonsum und alle Formen toxischer Männlichkeit.
Unser Dank gilt den Einsatzkräften sowie dem Krankenhaus- und Pflegepersonal, die Jahr für Jahr unter extremen Bedingungen arbeiten und in der Silvesternacht zahlreiche Menschenleben retten.