06. Juni 2018

Nach Gauland Äußerung: AfD Münster weiter auf strammem Rechtskurs

Auch vier Tage nach den menschenverachtenden Äußerungen des AfD-Parteivorsitzenden Alexander Gauland, der die Nazi-Herrschaft als „nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ herunterspielte und verharmloste, ist vom AfD-Kreisverband Münster keine Distanzierung zu vernehmen. „Das Schweigen der AfD Münster zu dieser Verhöhnung der Millionen Opfer des Nazi-Terrors ist ohrenbetäubend“, so Katharina Geuking, Kreissprecherin der LINKEN.

DIE LINKE.Münster erklärt: „Die faschistischen Tendenzen der AfD machen auch vor Münster nicht halt. Die AfD Münster veröffentlichte erst vor Kurzem auf ihrer Facebookseite eine Hetzrede des AfD-Nazis Bernd Höcke. Unbeteiligte, die nicht in deren Weltbild passen, werden mit Gewalt attackiert, wie zuletzt in der Stadtbücherei. Und AfD-Chef Martin Schiller posierte bei Facebook stolz auf einer AfD-Demo in Berlin vom 27. Mai, auf der die AfD nachweislich Seit’ an Seit’ mit Straßennazis von der ‚Identitären Bewegung‘ marschierte.

Die AfD ist neoliberal, rassistisch und frauenfeindlich. Zwar gibt es in der Stadt eine aufmerksame Zivilgesellschaft, was sehr zu begrüßen ist. Aber es besteht die Gefahr, dass die Verbindungen der AfD Münster zu harten Nazis – innerhalb der AfD oder in ihrem Umfeld – nicht ausreichend beleuchtend werden, und sich die AfD weiterhin als ‚bürgerlich-konservativ‘ darstellen kann. Die AfD Münster ist weiter auf strammem Rechtskurs und wir warnen vor einer Verharmlosung.“